Eine Telekomserie im goldenen Kino – Get Shorty

Die Wände sind vergoldet, der Boden ist mit samt rotem Teppich bedeckt und von der Decke hängt ein riesiger Kronleuchter. Japp, ich befinde mich im schönsten Kino Hamburgs: Dem Passage. Auch wenn momentan die Zeit des Jahres ist, in der die großen Kunstwerke über die Leinwand flimmern, um einen Oscar abzusahnen, bin  ich doch nicht für einen Film hier. Ich habe das riesige Glück bei einer Communitypreview zum Anlass der Serie Get Shorty dabei zu sein.

Communitypreview heißt, dass ich in diesem Falle von den Youtubekanälen Die Filmlounge und Rocketbeans eingeladen wurde, mir zwei Folgen einer noch nicht veröffentlichten Serie anzuschauen. Alles kostenlos, Cola und Popcorn inklusive.

Doch kommen wir nun zur eigentlichen Besonderheit des Abends: Get Shorty.

Dies ist eine von Telekom-Entertaiment produzierte Serie, welche auf dem gleichnamigen Buch von Elmore Leonard beruht. Die Story handelt von zwei Auftragsgangstern, welche eines Tages den Auftrag bekommen einen Drehbuchautoren in Hollywood umzulegen. Dabei fällt einem der beiden, mit dem Namen Miles Daly (Chris O’Dowd) ein Drehbuch in die Hände. Als Hollywoodbegeisterter erkennt er die Qualitäten des Drehbuches, und entwickelt den Plan das Drehbuch tatsächlich zu produzieren. Durchsetzen will er das Ganze mit der Unterstützung seiner Auftragsgeber, und dem mehr oder weniger erfahrenen Produzenten Rick Moreweather (Ray Romano). Dabei droht natürlich eine heillose Verstrickung in das Gangster- und Hollywoodgeschäft.

Auch wenn ich erst die ersten beiden Folge der, seit dem 01. Februar auf EntertainTV verfügbaren Serie schauen konnte, war ich trotzdem schon ziemlich begeistert. Get Shorty strotzt nur so von Referenzen auf das Filmbuisness, mit einer ordentlichen Priese Ironie und Kritik. Dazu kommen immer wieder kleine, aber feine Gags und auch die Schauspielleistungen lassen, zumindest bei Romano und O’Dowd auch nichts zu wünschen übrig.

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Das Passage-Kino in der Mönckebergstraße. Eines der schönsten Kinos Hamburg

Zur Charakterzeichnung: Miles Daly stellt einen Gangster mit Gewissensbissen dar, der eigentlich nur versuchen möchte, ein normales Leben mit seiner Frau und seiner Tochter zurück zu bekommen. Sein Verbrecherkollege Louis (Sean Bridgers) macht dabei einfach nur seinen Job, und möchte am liebsten das überschauliche Dorfleben genießen. Der Produzent Moreweather zählt zu den eher weniger erfolgreichen Produzenten in Hollywood, und muss sich mit kleinen Trash-Filmen für den deutschen und japanischen DVD-Markt über Wasser halten.

Mein Fazit zu den ersten beiden Folgen: Get Shorty erfindet das Rad nicht unbedingt neu, was aber auch nicht zu erwarten ist, wenn der Serienadaption neben der Buchgrundlage auch noch ein ganzer Film aus dem Jahre 1995 vorausgeht. Dennoch sorgt die Serie mit reichlich gutem bis sehr gutem Humor für viele Lacher, und auch die Produktionsqualität folgen den heutigen Serienmaßstäben. Wie bereits erwähnt legen die Hauptakteuere der Serie einen sehr guten Job hin, bei einigen Nebenfiguren ist das Schauspiel dagegen zwar solide, aber auch nicht mehr.

Falls ihr EntertainTV besitzen solltet, dann schreckt also auf keinen Fall vor dem magentafarbenen Logo der Telokom auf dem Seriencover zurück, sonder habt Spaß beim gucken!

Zuletzt bleibt mir nur noch übrig mich bei den Hosts der Communitypreview Dominik, Donnie und Daniel für diesen wunderbar lustigen Abend, und der Möglichkeit eine Serie vorab (und dann sogar noch auf der großen Leinwand) sehen zu können, zu bedanken.

 

 

 

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