Das internationale Kurzfilmfestival

Der strahlende Sternenhimmel über uns, das tiefblaue Meer vor uns. Wir befinden uns aber nicht etwa an einem lauen Abend am Karibikstrand, sondern noch viel besser…wir sind im Kino.

Kleine Kunst unterm‘ Sternenhimmel

Genauer gesagt im 3001 Kino in den Hamburger Schanzenhöfen. Wer schon einmal in diesem kleinen aber sehr feinen Kino war, der weiß, dass ich mit dem Sternenhimmel die Decke des Kinosaales meine, zu dem blauen Meer komme ich gleich.

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Der Sternenhimmel an der Kino-Decke. Sobald das Licht aber angeht, sehen die kleinen Lampen wie Blätter von Bäumen aus

Wir sind aber nicht ins Kino gegangen um uns irgendeinen Film anzuschauen,nein, heute eine Vorstellung der Jugendfilme im Rahmen des 33. Internationalen KurzFilmFestivals Hamburg statt.

Ich selbst bin ein sehr großer Freund von Kurzfilmen, da sie sich stark von den Blockbuster-Streifen abheben, etwas ganz eigenes probieren, platz für Interpretationen und Gedanken lassen, und so etwas ganz einzigartiges sind. Durch das Internet ist es ja auch überhaupt gar kein Problem mehr die Werke an den Mann (oder die Frau) zu bringen, beziehungsweise macht es das für mich auch sehr einfach in den Genuss dieser Kunst zu kommen. Dann wurde mir vor nur wenigen Tagen von dem Festival erzählt, und ich bekam die Chance, die kleinen Filme auch mal auf der großen Leinwand zu sehen, anstatt immer nur zuhause auf dem Computer. Durch Bekannte konnte ich mit einem Freund kostenlos (3,50 Eintritt wären nun auch nicht die Welt gewesen) in die Jugendvorführung mit dem Namen Mo&Friese: Freistil, und war schlichtweg begeistert.

Wir bekamen sechs komplett unterschiedliche Filme zu sehen (jeder auf einer anderen Sprache), doch allesamt sehr hochwertig und kreativ produziert. Es gab zum Beispiel einen One-Take, einen Film im Hochkant-Format und einen animierten Kurzfilm. Es wurde gelacht, geweint, vor Spannung gezittert oder betreten geschwiegen. Der erste Film mit dem Namen Into the Blue (und jetzt schlagen wir einen Bogen zu meinem Einleitungsatz, also aufgepasst) handelte von zwei Freundinnen, die in Kroatien leben. Die eine hat plötzlich einen festen Freund, und ihre eigentlich beste Freundin gerät ins Hintertreffen. Die Gruppe verbringt die ganze Zeit an einer weißen Klippe und

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Die junge Hauptdarstellerin aus Into The Blue

schwimmt im tiefblauen Wasser des adriatischen Meeres, eigentlich wunderschön, doch das Drama ist vorprogrammiert. Der zweite Film beschäftigt sich mit der Computerspielsucht und lässt drei Ex-Süchtige ihre Geschichte von Anfang bis Ende erzählen. In einem Film aus Groß Britannien ging es um ein 12 jähriges Mädchen, welches in diesem Alter den Sex entdeckt und sich das erste mal prügelt. Dann gab es wieder einen humorvollen Krimi, oder einen alltäglichen Streit zwischen einem Jungen und einem Mädchen, welcher schließlich ausartete.

An den Inhalten lässt sich ja gut erkennen, dass diese Kurzfilme für und mit Jugendlichen gemacht sind, allerdings wurden sie von Erwachsenen professionell produziert, und selbige fanden sich auch im Publikum wieder. Und das sogar zum gleichen Anteil, wie Jugendliche. Denn mit ihren moralisch angehauchten, und teils sehr anspruchsvollen Geschichten richten sich die Filme eigentlich an jede Altersgruppe.

Inzwischen finde ich es eigentlich fast schon schade, dass ich von diesem Festival erst nach meinem 18. Lebensjahr in Hamburg etwas mitbekomme, doch umso mehr freue ich mich auch, das ich überhaupt da war. Deshalb mache ich durch diesen Beitrag auch etwas Werbung, denn zumindest auf der Straße habe ich den Namen Mo&Friese noch nie gehört. Wessen Interesse ich geweckt habe, der kann sich die Veranstaltung ja schon einmal für den nächsten Sommer im Kalender notieren, und sich hier schon einmal die echt nett gemachte Webseite samt Trailer ansehen.

Ihr könnt mir in den Kommentaren auch mitteilen, wie eure Beziehung zu Kurzfilmen ist, denn ich habe festgestellt, dass jeder ein ganz persönliches Verhältnis zu den kleinen Meisterwerken hat.

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